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Holstein Kiel – Die Woche / Die Auferstehung

Holstein Kiel – Die Woche Holstein Kiel – Die Woche
Moin, liebe Leserinnen und Leser,
was war das gestern für ein atemberaubender Festtag. Frankfurter Europa-League-Fiesta im Camp Nou, an die 25.000 Eintracht-Fans in Barcelonas Fußballtempel beim epochalen 3:2, das den sensationellen Halbfinal-Einzug klarmachte. Für 90 Minuten stand das Waldstadion im Herzen von Kataloniens Millionenmetropole. Bilder, die bleiben.
Dagegen wird das, was uns morgen in Dresden erwartet, ein paar Nummern kleiner ausfallen. Es dürfte auf etwa 350 Auswärtsfahrer hinauslaufen, die ihre Mannschaft ins wohl nicht ganz gefüllte Rudolf-Harbig-Stadion begleiten. Und doch kann Holstein Kiels Auftritt in der Zweiten Fußball-Bundesliga bei Dynamo zum Feiertag werden: Mit einem Sieg ist der Klassenerhalt nach menschlichem Ermessen fix, sind die berüchtigten 40 Punkte im Osternest. Am 43. Geburtstag des Trainers. Und die 350 mitreisenden Störche? Dürften im Erfolgsfall nach Abpfiff lauter sein als die 20.000 Dynamo-Fans. Ein bisschen Barcelona in Elbflorenz.
Dabei hätte es, unter anderen Vorzeichen, auch ein bisschen Barcelona 1999 zu werden drohen können. Holstein, den Klassenerhalt vorzeitig vor Augen wie einst die Bayern den Champions-League-Triumph gegen Manchester United, doch noch kurz vor Ende im Meer der Tränen versenkt. Hätten die Störche am vergangenen Sonntag gegen den HSV verloren, hätte Dynamo gleichzeitig in Sandhausen gewonnen - Holstein stünde nun vor einem Endspiel, einem Nervenspiel. Der Sturz auf Platz 16? Wäre ein bedrohlich realistisches Szenario.
Nun winkt vielmehr die vorzeitige Rettung. Dank einer bemerkenswerten Mauer-Taktik im Nordduell. Einer Taktik aus der Schublade: Marcel Rapp verriet nach dem 1:0, so einst schon in der Hoffenheimer Jugend gegen Manchester City gecoacht zu haben. Da sage noch mal einer, der Mann hätte keine Erfahrung. Rapp hat sich mit dem Sieg freigeschwommen, will und muss nun in Dresden aber zurück zu alten Ufern, zur “echten” Kieler DNA: Die Mauer muss weg. Mehr Offensive wagen.
In ebenjener Offensive muss Holstein nun aber auf seinen in Abwesenheit von Hauke Wahl wohl wichtigsten Führungsspieler verzichten, auf seinen prominentesten Profi: Fin Bartels. Der Oldie hat sich gegen den HSV das Schlüsselbein gebrochen. Lesen Sie hier, wie lange er ausfällt. Spoiler: Sein Traum vom Spiel an der Weser bei Ex-Klub Werder Bremen (29. April) wird ein Traum bleiben.
Aber auch ohne Bartels wird der Klassenerhalt dank der vorösterlichen Auferstehung gegen den HSV machbar sein. Vielleicht ja schon morgen. Halleluja!
Kommen Sie gut ins Oster-Wochenende, gerne bei beseelter Lektüre unseres Livetickers und unseres Nach-dem-Spiel-rundum-sorglos-Pakets auf KN-online!
Ihr
Marco Nehmer,
Holstein-Reporter
Zitat der Woche

Grundsätzlich ist es nicht unser Anspruch, in den Spielen den Mannschaftsbus vor das Tor zu stellen
Der gegen den HSV überragende Keeper Thomas Dähne verspricht die Rückkehr zum Angriffsfußball in den kommenden Wochen.
Bild der Woche

Hexenkessel Holstein-Stadion: Das Nordduell, das erste Spiel vor vollem Haus seit zweieinhalb Jahren, mutierte zur Leistungsschau der Pyrotechnik-Branche. Die HSV-Ultras schossen dabei im Wortsinne übers Zeil hinaus. Meilenweit. Folge: zehn Minuten Unterbrechung. Foto: Uwe Paesler.
Hexenkessel Holstein-Stadion: Das Nordduell, das erste Spiel vor vollem Haus seit zweieinhalb Jahren, mutierte zur Leistungsschau der Pyrotechnik-Branche. Die HSV-Ultras schossen dabei im Wortsinne übers Zeil hinaus. Meilenweit. Folge: zehn Minuten Unterbrechung. Foto: Uwe Paesler.
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