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Holstein Kiel – Die Woche / Durchatmen vor dem Endspurt

Holstein Kiel – Die Woche Holstein Kiel – Die Woche
Moin, liebe Leserinnen und Leser,
wie in manchem zurückliegenden Zweitliga-Jahr spielt die Relegation für Holstein Kiel schon wieder eine besondere Rolle. In dieser Saison sind es für die KSV allerdings erstmals die Qualifikationsspiele am unteren Ende der Tabelle, die im Fokus stehen - die, in denen es um den Klassenerhalt geht…
War das 1:0 gegen den FC Ingolstadt am vergangenen Sonntag nun gut oder schlecht? Letzteres sicher in Bezug auf die spielerische Klasse auf dem Rasen des Holstein-Stadions. Fürs einzige Tor musste ein Strafstoß herhalten. Ansonsten: fußballerische Magerkost vor den eigenen Fans. Krampf. Auch Glück und ein beeindruckend schwacher Gegner, dessen Nichtabstieg nur noch rein rechnerisch möglich zu sein scheint.
Betrachtet man die Voraussetzungen der KSV vor der Partie, war der Sieg aber ein ganz großer Erfolg, vor dem man ruhig auch mal den Hut ziehen sollte! Drei Spieler (Bartels, Sander, van den Bergh) hatten sich vorab mit Corona-Infektionen in die lange Liste der Personalausfälle bei den Störchen eingereiht. Dazu Trainer Marcel Rapp und sein Co-Trainer Dirk Bremser. Fabian Boll coachte an der Linie. Rapp telefonierte vor dem Fernseher - und kam sich bisweilen vor wie der tobende Köln-Coach Steffen Baumgart, der in Corona-Quarantäne ausflippte, als der “Effzeh” spielte.
Unter diesen widrigen Bedingungen muss man erst einmal die Pleitenserie von vier Niederlagen in Folge durchbrechen. Das ist den Störchen mit guter Moral gelungen! Und unterm Strich stehen sie jetzt sechs Punkte vor Relegationsrang 16, müssen aber mit mindestens vier anderen Teams noch um den sicheren Klassenerhalt weiterkämpfen. Wir haben mal aufgeschrieben, wie beruhigend Holsteins Punkte-Polster wirklich ist und wie die Chancen tatsächlich stehen.
Länderspielpause - Zeit zum durchatmen. Luft holen. Die letzten sieben Spiele der KSV stehen im Zeichen des Sicherns der Zweitliga-Zugehörigkeit. Dafür braucht es Kraft, Ruhe, Frische. Vor allem gesunde Profis. Davon standen zuletzt so wenige auf dem Trainingsplatz, dass die KSV am Mittwoch entschieden hat, das eigentlich für den heutigen Freitag eingeplante Testspiel gegen Silkeborg IF abzusagen. Wir haben nachgezählt: 16 KSV-Profis sind zum Ende dieser Woche wegen Krankheit oder Verletzung nicht spielfähig. Eine echte Herausforderung für die medizinische Abteilung.
Dazu kommt noch ein Länderspielreisender: Kwasi “Otschi” Wriedt ist für sein Heimatland Ghana unterwegs, spielt mit dem Nationalteam von Trainer Otto Addo um eines der letzten Tickets für die WMin Katar im kommenden Dezember. Für Wriedt ein kleines Comeback. Zuletzt trug er vor rund einem Jahr die Farben seines Landes auf dem Trikot. Wir drücken die Daumen!
Meine besondere Empfehlung für dieses spielfreie Wochenende: Hören Sie unbedingt in unseren Podcast “Holstein eins zu eins” rein (falls Sie das schon getan haben, erzählen Sie Ihren Freunden davon!). In der aktuellen Folge erzählt Kult-Keeper Kenneth Kronholm im bisweilen sehr unterhaltsamen Gespräch mit KN-Reporter Andreas Geidel von seiner neuen Karriere nach der Karriere, verrät, wie sehr er während seiner Chicago-Zeit mit der KSV gelitten hat und sagt, was dem aktuellen Team derzeit etwas fehlt.
Ich wünsche Ihnen ein sonniges und friedliches Wochenende!
Ihr Alexander Hahn
Zitat der Woche

Von Minute zu Minute habe ich mich tatsächlich zu Hause dem Baumgart-Style angenähert.
KSV-Trainer Marcel Rapp über das Erlebnis, das Spiel der eigenen Mannschaft gegen Ingolstadt am TV-Bildschirm zu verfolgen.
Bild der Woche

Holstein-Fans auf der Stadion-Tribüne - eigentlich nichts Besonderes. War es am vergangenen Sonntag aber eben doch! Erstmals in der Corona-Pandemie durften wieder so viele Zuschauer ins Stadion wie Plätze vorhanden. Ohne Maske (draußen), ohne Abstand. Bei herrlichem Sonnenschein. Ein Schritt zurück zur Normalität, der hoffentlich nicht bald schon wieder rückwärts gegangen werden muss... Foto: Uwe Paesler
Holstein-Fans auf der Stadion-Tribüne - eigentlich nichts Besonderes. War es am vergangenen Sonntag aber eben doch! Erstmals in der Corona-Pandemie durften wieder so viele Zuschauer ins Stadion wie Plätze vorhanden. Ohne Maske (draußen), ohne Abstand. Bei herrlichem Sonnenschein. Ein Schritt zurück zur Normalität, der hoffentlich nicht bald schon wieder rückwärts gegangen werden muss... Foto: Uwe Paesler
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Service

Ihr
Alexander Hahn,
Sportchef der Kieler Nachrichten
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