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Holstein Kiel – Die Woche / Ein Fall für Hobby-Detektive

Holstein Kiel – Die Woche Holstein Kiel – Die Woche
Moin, liebe Leserinnen und Leser,
der Leitsatz „The trend is your friend“ ist eine der bekanntesten Börsenweisheiten überhaupt – und gleichzeitig eine der umstrittensten. Denn viele Börsianer halten dagegen, der Freund könne ganz schnell zum Feind werden – so wie es Holstein Kiel gerade in der Zweiten Liga erlebt.
Dem Zwischenhoch zum Jahresbeginn folgte mit vier Pleiten in Serie, zuletzt das 2:3 bei Hansa Rostock, der Absturz. Im Storchennest ist vor dem Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den FC Ingolstadt ordentlich Druck auf dem Kessel. Ein Sieg gegen das Tabellenschlusslicht? Beinahe Pflicht. Nicht umsonst sagte KSV-Profi Lewis Holtby am Montag: „Ingolstadt wird jetzt das schwierigste Spiel.“
Kampflos werden sich die Gäste, mit der schlechtesten Abwehr (51 Gegentreffer), dem schwächsten Angriff (22 Tore), und den wenigsten Siegen (drei) trotz der fast aussichtslosen Lage in der Liga jedenfalls nicht aufgeben.
Als sei die Situation nicht ohnehin knifflig genug, grätschte am Dienstag auch noch Corona in die Vorbereitung auf die Partie rein. Fünf Infektionsfälle meldeten die Störche im Umfeld der Mannschaft. Ein weiterer wurde am Donnerstag bestätigt. Der Schreckensmonat März wieder. Schon 2020 und 2021 hatten die Störche zum Frühlingsanfang, in der heißen Saisonphase, Corona-Fälle zu beklagen.
Wer betroffen ist? Dazu hüllte sich der Klub in Schweigen – was nicht allein in Persönlichkeitsrechten begründet sein dürfte, schließlich hatte die KSV in der Vergangenheit auch Spieler benannt, die sich infiziert hatten. Nein, es dürfte auch darum gehen, den Gegner aus Ingolstadt möglichst lange im Ungewissen zu lassen, welches Team am Sonntag auf dem Platz steht. Übrigens: Aufmerksame Beobachter konnten über Holsteins Social-Media-Kanäle zumindest feststellen, welche Spieler nicht betroffen sind. Doch auch Hobby-Detektive können daraus noch keine Startelf zusammensetzen…
Mehr Aufschlüsse sollte die Pressenkonferenz am heutigen Nachmittag geben. Was dort besprochen wird, lesen Sie wie immer kurz danach auf KN-online.
Dann heißt es: Noch zweimal schlafen bis zum nächsten Heimspiel im Holstein-Stadion – auch für Ersatz-Kapitän Alexander Mühling, der nachts trotz der Personalnot und tabellarischen Nöte noch zur Ruhe kommt. Die schlaflosen Nächte könnten angesichts des hammerharten Restprogramms nach der an diesen Spieltag anschließenden Länderspielpause aber noch kommen. Mit Darmstadt, dem HSV, Heidenheim, Werder und Nürnberg warten bis Saisonende noch fünf Teams aus den Top-Sieben der Liga.
Für die Trendumkehr am Sonntag gegen die Schanzer sollte Holstein darum – um noch einmal in den Börsensprech zu fallen – alles investieren.
Ihr
Clemens Behr,
Holstein-Reporter
PS: Während die Männer in der Krise stecken, läuft es für die Holstein Women, Tabellenzweite in der Regionalliga Nord, richtig rund. Spätestens nächstes Jahr ist der Aufstieg „das große Ziel“, wie Cheftrainer Bernd Begunk uns verriet. Und auch das KSV-Präsidium schiebt den Zweitliga-Plänen keinen Riegel vor.
Zitat der Woche

Bis auf die Phase unter Andre Schubert, in der wir 2019 sehr früh in der Saison ähnlich schlecht in der Tabelle dastanden wie momentan, habe ich so etwas noch nicht mitgemacht hier in Kiel.
Alexander Mühling, der dienstälteste KSV-Profi, über die neue Erfahrung Abstiegskampf mit den Störchen.
Bild der Woche

Gute Laune auf der Waldwiese: Rund 60 KSV-Ultras machen mit den Spielerinnen der Holstein Women nach deren 3:1-Heimsieg gegen den TuS Büppel die La Ola. Foto: Patrick Nawe
Gute Laune auf der Waldwiese: Rund 60 KSV-Ultras machen mit den Spielerinnen der Holstein Women nach deren 3:1-Heimsieg gegen den TuS Büppel die La Ola. Foto: Patrick Nawe
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