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Holstein Kiel – Die Woche / Wenn der Fußball in den Hintergrund rückt

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Holstein Kiel – Die Woche Holstein Kiel – Die Woche

Moin, liebe Leserinnen und Leser,
dies ist mein letzter Newsletter in dieser Saison. Nein, runzeln Sie nicht so die Stirn - die Zweitligasaison ist nicht plötzlich Anfang März zu Ende (auch wenn uns in Zeiten von Nations League und Winter-WM in Katar ja eigentlich auch das nur noch so halb überraschen würde). Holstein spielt wie geplant bis in den Mai hinein. Erst gestern hat die DFL die Spieltage 28 bis 30 zeitgenau angesetzt. Keine Angst.
Aber weil der Storch eben auch zu Holstein-Reportern kommt, nehme ich mir eine Elternzeit-Pause. Und überlasse das Feld mit bestem Gefühl und ruhigem Gewissen meinen Kollegen, die Sie wie gewohnt über alles Wichtige informieren werden. Angefangen beim kommenden Heimspiel der KSV gegen den SC Paderborn (unter anderem im Liveticker): Freitagabend, 18.30 Uhr, Flutlicht im Holstein-Stadion, und nach der neuen Landesverordnung sind erstmals wieder rund 13.000 Fans erlaubt - das klingt nach Kieler Fußballfete.
Da muss die KSV dann nur noch mitmachen. Die letzten beiden Spiele gingen ja ziemlich in die Büx - zweimal kein eigenes Tor, zweimal zwei Gegentore, macht nach Adam Ries (ja, das “e” kam später dazu) genau null Punkte. Und wieder erste kleine Abstiegssorgenfältchen. Noch ist das Ding nicht durch. Schon gar nicht in dieser verrückten Zweiten Liga.
Der kommende Gegner aber “struggelt” auch, wie man das mit neudeutschem Anglizismus sagt, sprich: Er hat Probleme. Die vor allem im Last-Minute-Abgang von Topscorer Sven Michel begründet liegen. Paderborn ist seitdem nicht in die Gänge gekommen - im übertragenen Sinne. Denn über die Maßen laufstark sind die Ostwestfallen allemal.
Einem spannenden Spiel steht trotz oder gerade wegen der - auch personellen - Unsicherheit auf beiden Seiten eigentlich nichts im Wege. Eine Partie, die wie der gesamte Sport aktuell im Zeichen des Krieges in der Ukraine steht. Der brutale russische Überfall auf das Nachbarland schwebt momentan bedrückend über allem.
Dennoch darf man sich auch 90 Minuten (oder länger) auf Fußball konzentrieren. Ein schmaler Grat, ja. Aber Mitleid, Solidarität, Unterstützung und Trauer mit und für die Ukraine sind auch möglich, wenn das Tagesgeschäft weiterläuft, das ist meine Meinung. Deshalb machen wir auch mit dem Podcast weiter.
Wenn Sie sich am Freitagabend auf den Weg ins Holstein-Stadion machen, schauen sie doch auf dem Weg gern am Wissenschaftspark der Kieler Uni vorbei. Dort können sie für eine vom Holstein-Fanbündnis Block 501 und dem Fanprojekt Kiel initiierte Spendenaktion Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel, Decken und Schlafsäcke, Batterien und vieles mehr für Flüchtlinge aus der Ukraine abgeben. Oder unterstützen Sie eine andere der vielen Aktionen im ganzen Land.
Bleiben Sie gesund und solidarisch
Ihr
Niklas Schomburg,
Holstein-Reporter
PS: Am Donnerstagabend hat der Kieler Bauausschuss den Entwurf und die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans Holsteinstadion beschlossen. Die wichtigsten Infos dazu finden Sie hier.
Zitat der Woche

Zwischenzeitlich rückt das eigene Leben, das eigene Tun, tatsächlich in den Hintergrund. Wie unwichtig ist das eigentlich? Man sieht in der Ukraine Menschen flüchten und um ihr Leben kämpfen. Und wir machen uns Gedanken, wie wir den Gegner anlaufen, um den Ball zu gewinnen.
Holstein-Innenverteidiger Stefan Thesker angesichts des Krieges in der Ukraine
Bild der Woche

Foto: Patrick Nawe
Foto: Patrick Nawe
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