Profil anzeigen

Holstein Kiel – Die Woche / Werder, Werner, Wahnsinn

Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Holstein Kiel – Die Woche Holstein Kiel – Die Woche

Moin, liebe Leserinnen und Leser,
beginnen wir so: Rapp hat Corona. Nein, nicht der Cheftrainer von Holstein Kiel, der heißt Marcel, ist wohlauf und hat Bock aufs Nordduell gegen Werder Bremen. “Wir freuen uns brutal auf das Spiel”, sagt der 42-Jährige vor dem Kracher am Sonnabend gegen Werder Bremen (20.30 Uhr, im KN-Liveticker).
Aber zurück zum Einstieg: Rapp hat Corona. Der von Werder, der Spieler, Vorname Nicolai. Er fehlt gegen die KSV. Ebenfalls infiziert und nicht dabei: Danijel Zenkovic, Interimstrainer. Ein Kurzzeit-Amt, das er bekleidet, seitdem Markus Anfang, gefallener Held des Kieler Aufstiegs in die Zweite Liga, der Entlassung mit seinem Rücktritt zuvorgekommen war. Anfangs Impfausweis: mutmaßlich gefälscht. Was für ein Wahnsinn. Ein Beben der Unanständigkeit, von meinen Kollegen Niklas Schomburg und Tamo Schwarz in der neuen Podcast-Folge von “Holstein eins zu eins” treffend eingeordnet, wie ich finde.
Auch an Holstein ist das nicht vorbeigegangen. Die Störche leben an der Waterkant, aber nicht hinterm Deich. „Ich würde lügen, wenn ich sagte, ich hätte das alles nicht mitbekommen“, sagt Rapp, der Trainer. Ausgerechnet sein Vorgänger soll jetzt die Anfang-Nachfolge an der Weser antreten: Ole Werner, der Ur-Kieler, gilt als Topfavorit auf den seit Otto Rehhagel und Thomas Schaaf heiligen hanseatischen Trainerstuhl.
Die Kirsche auf der Sahne wäre, wenn Werner im Holstein-Stadion - bis September sein Wohnzimmer - debütieren würde. Aber das bleibt, zum Glück, Konjunktiv. Die Hanseaten reisen mit Interims-Interimscoach Christian Brand an die Förde. Weil sich die Personalie Werner zieht. Aus mehreren Gründen. Einer davon: Holstein Kiel pocht auf die Gültigkeit des bis zum 30. Juni 2022 datierten Vertrags. Und damit auf eine Ablöse. Meine nicht allzu kühne Prognose: Man wird sich wohl einigen. Spätestens im Rahmen des Aufeinandertreffens am Sonnabend.
Ach ja, Fußball wird dann auch gespielt. 90 Minuten, die für Holstein Kiel mal wieder enorm wichtig werden. Nach dem 1:2 in Heidenheim geht die KSV als 16. in den Spieltag, könnte bei einem Sandhäuser Überraschungssieg auf Schalke zum Anstoß sogar Vorletzter sein. Die Lage ist ernst. Aber sie ist nicht aussichtslos. Auch nicht gegen Werder, gerade in einem Heimspiel. Mehr als 10.000 Fans sind dabei. Nach 2G-Regel. Und wer weiß, vielleicht blickt man aus Kieler Sicht am Ende ja auf eine 4G-Party zurück: geimpft, genesen, gewonnen, gefeiert.
Kommen Sie gut, gesund und gespannt ins Fußball-Wochenende.
Ihr
Marco Nehmer,
Holstein-Reporter
Zitat der Woche

Es ist Fakt, dass wir punkten müssen, und zwar schleunigst. Einfach nur 80 Prozent Ballbesitz helfen nicht.
KSV-Mittelfeldspieler Lewis Holtby legt den Finger in die Wunde, die das 1:2 in Heidenheim neuerlich aufgerissen hat.
Bild der Woche

Gut geflogen und doch abgestürzt: Finn Porath (2. v. li.) und Co. hatten Heidenheim vor allem in der zweiten Hälfte im Griff, konnten sich aber nur selten klare Chancen herausspielen. Mit bösen Folgen. Foto: Stefan Puchner/dpa
Gut geflogen und doch abgestürzt: Finn Porath (2. v. li.) und Co. hatten Heidenheim vor allem in der zweiten Hälfte im Griff, konnten sich aber nur selten klare Chancen herausspielen. Mit bösen Folgen. Foto: Stefan Puchner/dpa
Lesenswerte Artikel der Woche

Holstein-Kiel-Podcast: Markus Anfangs Ende und Werders Interesse an Ole Werner
Holstein-Held Markus Anfang: Der tiefe Fall des Kieler Aufstiegstrainers
Holstein Kiel verliert gegen 1. FC Heidenheim – der lange Weg aus dem Tabellenkeller
Hauke Wahl vor Nordduell: Gegen Werder Bremen ein anderes Gesicht zeigen
Holstein Kiel führt 2G-Regel im Heimspiel gegen Werder Bremen ein
Sie möchten alle KN-Artikel lesen?

Einige der im Newsletter verlinkten Artikel sind für alle Leserinnen und Leser frei zugänglich, andere bieten wir ausschließlich unseren KN+-Abonnentinnen und -Abonnenten an. Sie haben noch kein KN+? Hier können Sie es einen Monat kostenfrei testen.
Services

Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.